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Aus dem Kinderecho vom 18.04.2007

Auf der Riesenrutsche abwärts

Langsam kündigt sich das Frühjahr an. Und trotzdem ist es manchmal noch ziemlich frisch. Wenn der nächste Aprilschauer übers Land fegt, könnte ein Besuch des Indoor-Spielplatzes in Groß-Bieberau Spaß machen. Indoor ist Englisch und bedeutet, dass sich dieser Spielplatz nicht im Freien, sondern in einer Halle befindet. In Groß-Bieberau ist diese Halle 1400 Quadratmeter groß. Die beiden fünfjährigen Freunde Clemens und Jonathan haben diesen Indoor-Spielplatz für euch getestet.

Schnell raus aus den Straßenschuhen und rein in die Rutschesocken, denn die solltet ihr bei einem auf gar keinen Fall vergessen. In Windeseile klettern die beiden Jungs die gelbe Riesenrutsche hoch, und mit viel Schwung geht’s bergab. „Die ist klasse“, ruft Jonathan. Sie können gar nicht genug kriegen, aber es gibt ja noch andere Sachen zu testen: Der Wabbelberg zum Beispiel. Das ist ein aufgeblasener wackelnder Berg, auf den man klettern kann. „Gar nicht so leicht“, findet Clemens.

Den Indoor-Spielplatz für Kinder bis 12 Jahre gibt es seit Januar 2003, berichtet Geschäftsführerin Petra Hermanns. „Die Trampoline sind unser Hauptanziehungspunkt“, sagt sie. Auf den acht großen Trampolinfeldern können sich die jungen Besucher austoben. Jonathan und Clemens sind ganz stolz, dass ihnen bei Springen schon kleine Kunststückchen gelingen. Alles Übungssache meint Petra Hermanns: „Je mehr man sich da bewegt, umso besser klappt es.“

Wer sich viel bewegt, bekommt schnell Hunger und Durst. Verpflegung darf nicht selbst mitgebracht werden. Nur bei Schulklassen und Kindergartengruppen gibt es Ausnahmen. In einem schönen Bistrobereich mit großen, bunten Lampen können Eltern bei einem Milchkaffee aus fairem Handel entspannen. Die Spielfläche und vor allem das Bällebad für die ganz Kleinen können sie dabei gut überblicken. Für Kleinkinder gibt es auch einen Bobbycars-Parcour und kleinere Trampoline. Jonathan und Clemens sind ganz verschwitzt und brauchen eine kurze Pause: Sie bestellen Kinderspezi ohne Koffein. Es wird auch Wasser, Apfelschorle oder Fanta angeboten. Die Getränke werden in 0,5-Liter-Flaschen ausgegeben. Gegen Hunger helfen Brezeln, Kuchen oder auch kleine Gerichte wie Bio-Pommes oder eine Rohkostplatte mit Joghurt-Dipp. „Wir legen Wer auf Bio-Qualität“, sagt Petra Hermanns. Viele der Produkte stammten aus einem Öko-Laden in der Nähe. Da die Halle geräumig ist, kann man auch prima Pedalos, Tischtennis und Schaufstoffbauteile ausprobieren. Tischfußball kostet allerdings extra.

„Wir versuchen, immer mal etwas Neues reinzubringen“, erzählt Petra Hermanns. Seit Dezember vergangenen Jahres sorgt eine große Drehscheibe auf einer Hüpfburg für Spaß. Eine weitere neue Attraktion ist „Die Welle“, auch eine Art Hüpfburg, bei der man auf eine Welle klettern und hinunterrutschen kann.

Bis zum Sommer soll auch im Außengelände noch einiges passieren. Geplant sei, zwei Sandberge aufzuschütten sowie einen Badmintonplatz zu schaffen, sagt Petra Hermanns. Im Moment ist neben der Halle ein neun Meter hoher Kletterturm zu sehen, der – wenn es draußen nicht mehr feucht ist – auch genutzt werden kann, natürlich mit Sicherheitsgurten. Irgendwann kommt der Moment, wo es auch für unsere Tester Zeit zum Heimgehen ist. Dabei würden sie gerne noch bleiben. „Das Beste“, finden alle zwei, „war die Riesenrutsche“.